wE!TER gEHT’S

Die zweite Reise nach Varna wäre eigenltich schon die Überführung des Schiffes nach Griechenland geworden wenn, ja wenn nicht dies und das und jenes wäre.
So viele „wäre“ sind natürlich nicht besonders gut.
Ich hatte ja die Revision des Unterwasserschiffs aufgeschoben weil ich ein (wohlgemerkt leichtes) Problem mit Elektrolyse habe.
Somit wurde es bei dieser Visite fertig gemacht. Ich habe, provisorisch eigentlich, nur Antifouling drauf geschmiert und werde beobachten wie die Elektolyse sich weiter offenbaren wird. Im besten Fall ist sie weg, was ich aber nicht unbedingt glaube. Grund: der Lackaufbau ist zu dünnschichtig mit 200µm.
Elektrisch habe ich Veränderungen gemacht, die Trenndioden entfernt und ein Batterie zu Batterie Ladegerät eingebaut.
Weil das Ladegerät offenbar defekt ist, hatte ich keine Trennung zwischen der Starterbatterie und den Bordbatterien, weswegen ich die Zuleitung zur Starterbatterie abgeschlossen habe.
Die Starter- und Ankerbatterie trenne ich nun mittels Trennrelais.
Eine zusätzliche Opferanode, welche Potential von Motor, Bodenwrangen und Wellenanlage ableiten soll wurde angebracht, die vorhandenen Anoden wurden ordentlich gereinigt und mit dem Rumpf kontaktiert.
Nun, jedenfalls finde ich sie ist ganz fesch geworden.

Wenn man sich längere Zeit wo aufhält lernt man verschiedene Menschen kennen, wie man weiß.
Daniela und Frank aus Deutschland habe ich schon vor mehreren Jahren kennen gelernt und sie kamen, nach dem sie zwischenzeitlich ein anderes Schiff gekauft hatten, wieder vom Mittelmeer hier her zurück.
Auch mein Spezi Karl, er weilt ja schon eine Zeit in Griechenland, kam nach Varna, um verschiedene Dinge für sein Boot zu besorgen.
Weil ich es einigermaßen gemütlich anging mit meinen Arbeiten, beziehungsweise das meiste schon erledigt war, waren wir viel gemeinsam unterwegs in der Stadt oder am Badestrand.
Zu guter Letzt kam dann doch noch ein weiteres Problem dazu: Bei den Fenstern am Aufbaudeck kam Wasser herein. Die Dichtmasse wurde vom UV Licht zerstört, und somit siefte es durch die Schraubenlöcher rein, wodurch zwei Fensterrahmen bereits zerstört waren.

Hat ganz unschuldig ausgesehen, aber Totalschaden


Mit Hilfe von Karl habe ich die Rahmen welche in Ordnung waren neu eingedichtet, mit Silikon!
Das ganze neumoderne Dichtzeugs ist nix wert, ich hoffe das altbewährte Silikon kann das besser.
Die kaputten weden dann halt neu gemacht und im Sommerurlaub eingebaut.
Tja, und dann ging es wieder heimwärts. Karl fuhr mit mir nach Österreich, wir kamen recht gut voran, es war eine der kürzesten Fahrten zwischen Heim und Varna.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

e!N pROBLEM kOMMT sELTEN aLLE!N….

oder wie mir mal jemand gesagt hat: Scheiße ist ein Rudeltier.
Es war heuer ganz drinend notwendig die Dame aus dem Wasser zu holen, das letzte mal war es 2017!
So war der Plan:
Dieses Jahr wird endgültig die Tapete gewechselt und wir segeln nach Griechenland.
Dazu wird gekrant und das Unterwasserschiff gemacht, Zeitraum die Woche wo Christi Himmelfahrt fällt. Durch den Donnerstag auf den der Feiertag fällt kann ich mit 3 Urlaubstagen eine Woche weg, das sollte sich ausgehen. Dann ist Pfingsten und in der darauf folgenden Woche ist wieder ein Fenstertag mich Frohnleichnahm, somit mit 7 Urlaubstagen 2 Wochen Zeit zur Überfahrt nach Thessaloniki, Griechenland.
Flüge Wien-Varna und Thessaloniki-Wien hatte ich gebucht.
Ein paar Tage bevor ich die erste Urlaubswoche antrat erhielt ich eine Nachricht, es sei ein Flug von Sofia nach Varna gestrichen worden.
Ich sage gleich dazu ich hatte ihn bei kiwi . com ein mieses Buchungsportal gebucht, und bis heute noch keinen Cent retourniert bekommen. Ich kann davor nur warnen dieses Portal zu nutzen!
Na ja, ich fuhr dann mal los und kam nach Varna, wo in der Marina ein neues Management seinen Dienst angetreten hatte. Es war schon ein merklich neuer Wind der wehte, wurde doch viel Gerümpel weggeräumt und laufend Reparaturen an der Anlage durchgeführt.
Damit einher gehend wurden natürlich auch die Preise erhöht.
Am nächsten Tag kam wie ausgemacht der Kran und hob das Schiffel an Land.
Die Reinigung war hardcore, weil sich ein extremer Bewuchs gebildet hatte wie ich ihn noch nie gesehen habe.
Mit der Freilegung des Schiffskörpers kam auch Problem Nr. 1 zu Tage: Elektrolyse an diversen Stellen. Nicht substantiell, aber unschön und das hinterlies gleich mal Ratlosigkeit bei mir. Nach Einholung diverser Meinungen beschloss ich einige Änderungen an der Elektrik durchzuführen und nur Antifouling aufzutragen. Ich werde das beobachten und wenn ich das Gefühl habe es ist die Ursache beseitigt werde ich die Grundfarbe sanieren.
Weiters wollte ich die Seitenwände runterschleifen und neue Farbe auftragen.
Nebenbei standen noch ein paar andere Kleinigk
eiten am Programm wie den Öldruckgeber fertig machen, ein Mgnetventil für das Gas anschließen, einen neuen Propeller montieren, und viele Sachen die mir jetzt grade nicht mal einfallen.
Kurz: Ich habe mir wieder mal viel zu viel Kraut heraus genommen.
Alleine das Unterwasserschiff war eine mörder Arbeit, und dann habe ich noch die Seitenwände abzuschleifen angefangen. Das war auch hart und ich war schon etwas verzagt und überlegte ob ich die Farbe noch auftragen soll. Zwei Schichten gehören drauf und wenn sich nur eine ausgeht, dann muss ich wieder anschleifen. Ich hatte aber eine gute Energie und habe die zwei Lackiergänge an einem Tag durchgezogen. Da habe ich schon ein paar Gebete zum Himmel geschickt um Kraft und Ausdauer, und die haben scheinbar geholfen.
So fuhr ich nach Hause mit dem neuen Plan in 2 Wochen wieder zu kommen und das Antifouling aufrollen und im Sommerurlaub nach Griechenland zu segeln.


Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Arbeit am Schiff, Bulgarien, Schwarzes Meer