dAS jAHR 2020- d!E vORRUNDE

Dieses etwas unselige Jahr hat ja nicht allzu viel Positives für mich darzubieten.
Politiker welche irgendwas im Schilde führen sind allerorten zu Werke, weil um unsere Gesundheit ist es denen noch nie gegangen.

Was hat sich bei mir getan?
Nach dem im Freiluftgefängnis Europa die ersten Freigänge erlaubt waren, bin ich mal nach Bulgarien gefahren, um das Schiff vorzubereiten für den eventuell geplanten Türkeitörn.
Die Lockerungen der überzogenen Einschränkungen versprachen da noch Gutes.
Also mit dem Boliden schnell mal die 1550 km nach Varna gefahren. Das Schiffel lag wie erwartet da, alles in Ordnung. Die Marina Veslec ist zwar ein elendiges Drecksloch, aber man kümmert sich wirklich ordentlich um die Boote. Die Festmacher werden regelmäßig kontrolliert, und wenn Starkwind angesagt ist noch zusätzliche leinen belegt.
Auch die Bewachung ist astrein. Ein Diebstahl ist mir dort noch nie zu Ohren gekommen, obwohl eigentlich nie jemand den Niedergang absperrt wenn ich dort bin.
Doch zurück zu meiner Ankunft, wo es schon nach Mitternacht war. So um die 21 Stunden Fahrt lagen hinter mir, die erste Nacht in der Koje vor mir.
Noch ein Bierchen, und dann schnarchen. Alles ist gut gegangen, Gott sei Dank.

Ich hatte dann natürlich eine mords Liste was ich alles machen wollte.
Das neue Motorpaneel mit dem Fernthermometer und Geber einbauen.
Der Impeller war gerade neu installiert, und die Lichtmaschine zurück gebaut von der Reservemaschine. Zu Hause hatte ich das Glück des Dummen und den Fehler an der Diodenplatte gefunden. Lötstellen waren gebrochen, sodaß sie nicht mehr ordentlich lud. Aber als ich nach getaner Arbeit den Probelauf startete, kam kein Wasser aus dem Auspuff. Ich begab mich auf Fehlersuche und stellte fest, die Pumpe war falsch eingebaut. Sie pumpte Luft in das Seewasser anstatt dieses in den Auspuff. Okay ein kleines Missgeschick, hoffentlich hat es mir der Impeller nicht zu übel genommen.
Im Ankerkasten habe ich einen kleinen Umbau gemacht damit ich nicht immer einen Kettenstau bekomme. Ich gebe dem Ketteneinlauf mit dem Bootshaken von Zeit zu Zeit ein Tapperl, und der aufgetürmte Berg fällt um.
Aber das größte Projekt war die Sprayhood. Ich habe ja beschlossen die Stoffvariante aufzugeben, und zu Hause einen Deckel Laminiert, sowie den Unterbau der auf die Scheibe gesetzt wurde am CAD konstruiert.
Vor Ort habe ich das Ganze dann nach den Naturmaßen zusammen geschweißt. Alles musste auch noch ein wenig Farbe bekommen, welche ich in der Stadt bei Jotun erst holen musste.
Ich setzte mich also ins Auto und fuhr über die Brücke Richtung Varna, ärgerte mich über den riesen Stau wegen der Baustelle am Brückenkopf. Gut allerdings wenn sie mal was reparieren.
Inzwischen stellte sich dann der Regen ein, welcher täglich angesagt war. Ich wartete gerade im Farbengeschäft, als sich das Ganze schön langsam zu einem mörder tropischer Regen steigerte.
Die nette Dame bot mir dann den Regenschirm an, damit ich nicht bis zum Auto durchgeweicht war. Sie sprach übrigens sehr gut Deutsch, wie ich in diesem Jahr überhaupt besonders viele Bulgaren kennen lernte, die mehr oder weniger gut Deutsch sprachen.
Am Rückweg dann wollte ich noch etwas Nahrung zu mir nehmen. Die Bäche schossen nur so daher, als sich in mir eine zunehmende Unsicherheit einstellte, ob ich denn das Decksluk vorne geschlossen hatte.
So wurde jedenfalls das Essen in der Prioritätenliste nach hinten gereiht. Als ich mit dann durch Stau und Sturzbäche zur Marina zurück gekämpft hatte, war die Sintflut auch nur mehr ein Tröpfeln.
Die Matratzen trieften, und ich hatte kaum noch einen Platz wo ich meine nasse Kleidung aufhängen konnte. Als ich dann Thomas, ein befreundeter Deutscher der in Varna lebt, am Telefon meine Ruhmestat schilderte, bot er mir kurzer Hand an bei ihm zu Nächtigen. Er hat einen Trockner und somit war zumindest Gewand und Bettwäsche wieder einsatzbereit. Er kochte noch und wir entschärften ein paar Bierchen.
Tags darauf ging es an das Lackieren, was wieder ein Desaster werden würde wegen der obligatorischen Regenschauer. Jedoch bot mir Gregory zuvor schon mal an ich könnte seine Werkstatt benutzen, wenn ich was zu machen hätte. Er ist Russe aus St. Petersburg und lebt zeitweise in Varna, wo er eine kleine Metallwerkstatt hat. Er und sein Freund machen kleinere Schlosseraufträge und verdienen damit etwas Kohle.
So konnte ich entkoppelt von den Wetterfinessen die Farbe auftragen.

Das Hauptprojekt die Sprayhood

Ein Liegeplatznachbar

Rauchschwalben, auch Nachbarn im Hafen

Künstler am Markt in seinem Kiosk

Dauerparker im Hafenhintergelände

Hafenumgebung

Hätte einen neuen Anhänger gefunden, war leider nicht verkäuflich

Am Heimweg am Beli Lom

Zwischendurch machte ich natürlich immer wieder einmal einen Strandbesuch, weil ich doch schließlich am Meer war.
So verging Tag um Tag, immer etwas hackeln, mal was kochen oder essen gehen, und natürlich Baden.
Tja, so war die Woche bald rum. Die bestellten Segel konnte ich leider nicht abholen weil der Segelmacher gerade in Griechenland hackeln war.
Es war alles in allem eine nette Woche, jedoch viel zu schnell vergangen. Am letzten Tag trieb ich mich noch ein Wenig im Hafen herum, um Fotos zu schießen.
Es ging dann am 20. Juni ab nach Hause so um 0300 in der Frühe.
Die Grenzen waren zwar offen, aber die Wartezeit war teilweise sehr lang.
Nichts desto Trotz kam ich um ca. 2330 zu Hause an, wohlbehalten aber müde.

Das war die Vorrunde zum Segeln, im von Politikern erklärten Krisenjahr 2020.
Ich wünsche euch eine gute Zeit und Gottes Segen (wichtiger denn je)

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Eingeordnet unter Bulgarien, Schwarzes Meer

dAS jAHR 2019 kAP!TEL 2

Nun waren wir wieder zu zweit.
Zurück vom Flughafen haben wir noch etwas gebunkert, dann eine Kleinigkeit in einem bulgarischen Schnellfutter Resti eingeworfen. Die Schnellfutterhütten sind nicht wie die bei uns bekannten mit dem Clown, sondern eher wie Schihütten, jedoch mit bulgarischen Futter, und nicht mit den von mir ungeliebten Burgern.

Um ungefähr 2000 sind wir dann ausgelaufen Richtung Tsarevo. Es ging nach der Bucht unter Segel nach Süden, immer etwas zu hoch am Wind, sonst wären wir nicht am Ankerfeld vorbei gekommen.
In die Dunkelheit hinein hatten wir einen schönen Nachtsegler, bis um ca. 0100 der Wind zu drehen anfing. Erst konnte er sich nicht recht entscheiden, um dann aber doch relativ hurtig von SO nach SW zu schwenken.
Schließlich schlief er ein und der Poldi musste ran. Irgendwann um 0500 oder so war dann wieder Segeln möglich und das war ungefähr an der Nordhuk der burgasser Bucht.
Jetzt aber….. Er konnte ja wenn er wollte, und wir segelten sehr geschmeidig dahin. Um 1140 nach geloggten 47 NM hatten wir Maslen Nos querab.
Die Uhr zeigte 1400 als wir den Anker in der Bucht von Tsarevo fallen ließen. Die abgesegelte Strecke laut Log waren 56 NM.

Einfahrt nach Tsarevo

Der Platz dort war nicht all zu gemütlich und der NO-Wind frischt auch noch zusätzlich auf, was die Situation nicht verbesserte. Ein guter Ankergrund bot aber einen sicheren Halt, so daß wir uns irgendwann dann an Land begeben konnten.
Erst wurde mal um die Gassen gezogen, die Gegend erkundet.
Dieses Tsarevo ist ein irrsinnig netter Ort, mit einem original bulgarischen Flair. Da sind (Noch) keine riesen Hotelburgen, einfach alles beschaulich, aber trotzdem sehr belebt. Es war Hochhochsaison.

nett, touristisch
diese Stiege dürfte nicht die einschlägigen EU-Normen einhalten

Unten am Wasser war ein Badestrand und ein großes Hotel in Form eines Schiffes, dazu gehörend ein nettes Restaurant mit bulgarisch günstigen Preisen und gutem Essen.
Wir schlemmten ein gutes Fischerl, tranken ein, zwei Bierchen, und beobachteten einen Uniformierten bei der Kaimauer etwas suchend umher gehen. Wir witzelten ob er denn uns suchen würde. Dann in der angebrochenen Nacht waren wir dabei uns zurück zum Schiff zu machen. Akkurat kam der Beamte zu uns und fragte ob das blaue Schiffel uns gehört. Wir gestanden und darauf hin wurden wir belehrt wir müssten uns per Funk an- und abmelden. Da wir das üblicher weise nirgends in BG machten dachten wir uns nix schlechtes. Dies ist der letzte Ausklarierungshafen Richtung Türkei, deswegen waren sie etwas sensibel.
Wir erklärten ihm, daß wir natürlich im Lande bleiben, wurden aber aufgefordert uns auszuweisen. So fuhren wir zum Schiff, ich holte die Pässe und fuhr retour zur Zollpier. Das Brimborium wurde erledigt, wonach ich wieder ins Schlauchboot kletterte und den Motor starten wollte. Natürlich blockierte der Seilzugstarter gerade dann, eine Unart die er sich kürzlich angewöhnt hatte. Also pullen. Als ich am folgenden Tag den Starter zerlegt habe wunderte ich mich, daß das Plastikglumpert überhaupt die 5 Betriebsstunden ausgehalten hat. So gut wie es ging setzte ich ihn wieder in Gang, neue Teile sind inzwischen gekauft worden.
Die Nacht war ziemlich schaukelig. Am nächsten Tag wurde noch die Gegend intensiver erkundet. An der Huk vor dem Hafen waren schöne Felsformationen, die es wert waren sich dort etwas herum zu treiben.

Um die Mittagszeit holten wir den Anker auf und wir fuhren, nachdem wir uns ordnungsgemäß abmeldeten, Richtung Norden nach Kiten.
Das waren gerade 9 NM oder so, aber die Dünung und Wind waren noch stark. Schlauer Weise habe ich das Luk im Vorschiff nicht angezogen, nur provisorisch zu gemacht. Als Resultat daraus hatten wir ein nasses Bett.
Der Anker fiel hinter dem relativ kleinen Wellenbrecher, ein paar Boote waren am Kai vertäut, aber nicht viel los würde ich das nennen.

Kiten war der beste Ligeplatz unter Anker

Anders dagegen am Strand, der war voll und wir kehrten in einer Bar ein um ein Manöverbier zu konsumieren. Hinter dem Hafen ging es in die etwas erhöht liegende Stadt hinein. Wir zogen durch die Gassen und der Ort hatte zwar auch Charme, aber eine Stufe unter dem von Tsarevo. Der Liegeplatz war dagegen wesentlich ruhiger und ein perfektes Fleckerl wiederum zum Nulltarif. Der Tourismus im Ort war noch stärker als in Tsarevo und es gibt dort unzählige Verkaufsbuden mit allem Ramsch was sich der Besucher wünscht. Ein Häppchen in einem Restaurant durfte nicht ausgelassen werden, gut und günstig war’s wie gewohnt.

Touristen verstopfen die Gassen

Nächsten Vormittag gingen wir per Schlaucherl an Land und verbrachten einige gemütliche Stunden dort. Badevergnügen der feinen Art. Eigentlich wollten wir uns die Flussmündung suchen die dort war und ein Stück rauf fahren. War aber irgendwie nix, weil wir sie nicht so richtig gefunden haben oder es war so wenig Wasser im Fluss.

Am 15.8.2019 ging es weiter nach Promorsko und wir tuckerten in den winzigen Fischerhafen. Da wir etwas Schutz vor dem NO-Wind wollten warf ich den Anker ziemlich weit innen neben anderen Booten.
Es lies nicht lange auf sich warten, da kamen schon aufgeregt fuchtelnde Bulgaren daher. Wir wurden aufgefordert uns zu verlegen weiter nach aussen. Warum wurde mir auch gleich klar: Wir hatten am Anker jede Menge Ketten hängen und da war ein unvorstellbares Gewirr von Moorings und Leinen kreuz und quer. Okay, recht schlau war mein Vorgehen auch nicht gerade. Mit fremder Hilfe wurde der Anker klariert und bedeutet dass wir eine leere Boje benutzen könnten.  Das taten wir, wir hingen gut, jedoch wurden wir wieder so was von durchgeschaukelt. Landgang war auch angesagt- natürlich. Wieder ein Ort nach gleichem Muster, klein, fein, und mords touristisch.

Promorsko mit Miniwellenbrecher

Am 16.8.2019 am späten Vormittag holten wir den Anker auf und hielten Richtung Norden. Wie schon die ganze Urlaubszeit hatten wir wieder ziemlich Glück mit dem Wind und es war gut Segeln möglich. Quer über die burgasser Bucht waren wir nach Pomorie unterwegs. Über Funk hatten wir uns angedroht, und wurden dann auch schon empfangen. Wir mussten uns erst mal einen Überblick verschaffen, dann umdrehen um in den zugewiesenen Platz zu manövrieren. Längsseits zur Mole liegend konnten wir Strom und Wasser nehmen. Ein wirklich netter Hafen wo sowohl Fischerboote und Sportboote liegen. Bezahlt haben wir 25 Lv was ich als durchaus wohlfeil für das Gebotene bezeichnen würde.

Pomorie hat eine seeeehr nette Marina

Der dahinter liegende Ort war wieder geiiil. Ein altfaderischer Ort so wie ich sie liebe. Viele Touristen, die Atmosphäre jedoch war wieder ganz nach unserem Geschmack.

Nächsten Morgen wachten wir nach einer ruhigen Nacht wieder einmal ausgeschlafen auf. Die Vorigen waren da nicht so das Wahre, mit Dauerschwell und nassem Bett.
Ein paar Sachen einkaufen, dann ging es weiter nach Burgas. Ein schwachwindiger Tag lies uns weiterschaukeln bis in die Stadt, welche der Bucht den Namen gab. Der Hafen ist ja genau so angelegt wie in Varna, nur etwas kleiner und weniger betriebsam.
Nach der Einfahrt legten wir erst mal an und kletterten auf die überhöhte Kaimauer. Wir stießen dann auf einen Burschen welcher irgendwas mit den vielen Sportseglern zu tun hatte, die in der Bucht mit ihren Optis und Lasers trainierten. Er sprach gut Englisch und erklärte uns, der Oberoffizial war an dem Tag nicht hier weil es Wochenende war.
Wir konnten dann mal dort liegen bleiben und am nächsten Tag abklären wo ein freier Platz war

Der Hafen von Burgas vom gleichen Architekten wie in Varna gebaut

Später grub ich dann mal in der Backskiste nach den Klappscootern, welche wir für den Stadtgang verwenden wollten. Einer davon hatte Luftreifen und natürlich keine Luft mehr drinnen. Der nette Bursche vom Yachtclub borgte uns eine Luftpumpe und er war erst mal einsatzfähig. Allerdings ging die Luft am Hinterrad rasch wieder aus und ich plagte mich mit dem halben Patschen durch Burgas.
Wir suchten ein Restaurant weil etwas Kohldampf aufkam.
Burgas ist eine sehr gepflegte Stadt, die sich von Varna doch merklich unterscheidet. Sie erschien uns viel stärker westlich geprägt, sauberer und irgendwie……. sagen wir mal unsympatischer als Varna. Gewiss ist sie eine sehr schöne Stadt, aber wenn ich westliches Flair suche, dann nicht dort. So kam es auch, daß wir kein Lokal fanden was so richtige bulgarische Kost aufzutischen vermochte. Wir nahmen dann in einem Schnellfutterlokal platz und das Essen enttäuschte bitterlich.

Port Control hinter dem Restaurant

So flanierten wir noch etwas umher und nahmen noch ein Bierchen auf dem Rückweg zum Hafen. Nächsten Tag ging es an den Strand gleich neben dem Hafen, etwas baden, dann beschritten wir noch den botanischen Garten gleich nebenan. Am Abend fanden wir dann noch eine Gegend wo eine richtige Restaurantmeile war, auch mit traditioneller Kost, jedoch zu touristischen Preisen.
Am 19.8.2019 morgens verließen wir dann Burgas wo wir sagenhafte 30 Lv für die 2 Nächte berappten.

Kurs Richtung Varna wurde angelegt, quer durch die Bucht von Burgas. Ich wählte aber eine taktisch ungünstige Linie zu nahe an der Küste und so konnten wir den späteren Winddreher nicht so ausnutzen wie ein anderer Segler. Neidisch beobachtete ich wie er in einigen Meilen südlich an uns vorbei zog. Wir beschlossen wieder einmal in Byala zu nächtigen.
Obwohl wir denn kleinen Fischerhafen schon relativ gut kannten wurde aus dem ersten Ankermanöver nichts, weil wir genau auf einem Seegrasfeld waren. Beim zweiten landete der Anker aber dann auf Sandgrund und hielt.
Es war eh schon 1700 und nach einer Zeit gingen wir an Land um etwas zu Essen. Danach lustwandelten wir noch weiter nach oben um im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, und einfach ein Bisschen durch die Landschaft zu streunen. Das war eigentlich nur ein Vorposten, der Ort Byala liegt ein paar Kilometer weiter an der Küste. Den Namen hat er scheinbar durch die weißen Felsen bekommen. Die Felsen sind dort wirklich hoch und steil zum Meer abfallend. Ich denke so 40m werden’s schon sein. Dahinter verstrahlt diese Ansiedlung einen etws morbiden Charme durch unfertige oder verfallene Häuser bzw. Rohbauten.
Eine Ausgrabungsstätte könnte man besichtigen mit seinen antiken Fragmenten von einer Ansiedelung.
Nächsten Morgen war ich wieder sehr früh wach, und der Wind war wie üblich dort morgens ablandig. Die Prognose versprach bis etwas nach Mittag dieses Lüfterl, und dann sollte er N-östlich drehen.
Ich weckte Susi auf um zeitig das Weite zu suchen. Anker auf um 0600 und es ging dahin mit einer traumhaften Seglerei.
Der Wind drehte wirklich zusehends nördicher, um dann zu Mittag einzuschlafen. War uns aber wurscht weil wir bereits am Kap Galata an der Bucht von Varna waren. Wir trafen im Vorbeifahren unseren Freund Rumen, der gerade etwas Fischen war.
An der Einfahrt zur Marina blieben wir dann noch Stecken, weil ich einen Hauch zu weit nach SB kam. Um 1320 waren wir fest gemacht und das war im Großen und Ganzen der Törn für 2019. Ca 300 NM geloggt ist nicht wirklich viel, aber sehr viel davon gesegelt, wir lernten einige neue Orte in BG kennen wovon uns die meisten sehr gut gefielen. Bulgarien haben wir jedenfalls heuer richtig lieb gewonnen, und den anfänglichen Schock von 2015 endgültig bewältigt 🙂

Im Heimathafen

Nach dem wir noch ein oder zwei mal in der Bucht segeln waren, wurde das Schiff aufklariert und winterfest gemacht.
Per Auto ging es über Russe durch Rumänien, wo wir in Timisoara übernachteten. Diese Stadt gilt als die kulturelle und wirtschaftliche Hauptstadt des Banat. Die Wirtschaft ist inzwischen von westliche Konzernen übernommen worden, die Stadt ist grundsätzlich schön. Die Zwiespältigkeit zwischen schön und schiach, arm und reich ist dort sehr offenkundig und flasht dich auch als abgebrühter Ostblockreisender aufs neue.
Die grundlegende Triestesse ist in RO noch immer stärker da als sie in BG jemals war. Die Rumänen versprühen auf mich aber etwas mehr Aufbruchsstimmung, aber hier wie dort laufen die Jungen Leute, die vom Staat ausgebildet wurden in den Westen. Der steht dann als Gewinner da. In RO sind augenscheinlich auch mehr westliche Investoren, wahrscheinlich wegen ihrer lateinischen Schrift, und weil auch viele Volksdeutsche dort leben. Das ist für österreichische oder deutsche Firmen doch kein Nachteil. Was beiden Ländern gemeinsam ist, ist das Gefühl welches die kleinen Leute einem geben: Früher hat man besser gelebt, auch wenn man nicht immer Südfrüchte bekam und kaum Reisefreiheit hatte. Beides wäre jetzt da, aber nicht die Kohle dafür.

Ich wünsche euch eine gute Zeit und Gottes Segen.

Das Lied zum Beitrag

 

 

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