wO gEHT d!E rE!SE h!N?

DAS ist die Frage.

Wenn ich jetzt hier Bilanz ziehe dann ist es meine persönliche Sichtweise.
Was ist denn eigentlich passiert 2020? Für mich war dieses Jahr eines der Verluste, eindeutig. Welche Verluste?
Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Politik und vor allem in die Medien. Zensur allerorten, eine gültige Wahrheit, gespaltene Gesellschaft in Befürworter und Corona Leugner. Jeder ist jedes Feind und kann dich umbringen, jaaaa auch die Enkel Oma und Opa. Die Zeiten eines Watergate Skandals liegen halt weit im vorigen Jahrtausend.
Freiheit haben wir verloren, aber keine wirkliche Sicherheit gewonnen. Warum? Weil der Virus halt noch da ist, wir aber eingesperrt sind. Die Richtung geht in chinesische Verhältnisse mit Sozialkreditsystem und totale Überwachung. Wer Segler ist wird auch so seine Erfahrungen gemacht haben.
Finanzielle Verluste haben sich bei mir nur minimal eingestellt, aber das ist bei anderen nicht so, und wird sich zuspitzen.
Gesundheit haben wir verloren, aber nicht durch den Virus, sondern durch die Angstmache und Einschüchterung auf allen Ebenen. Ich kenne wirklich viele die erkrankt waren, jedoch keinen der starb. Ich weiß von einem Altersheim, wo nur in einem Stockwerk wo die Betreuerin arbeitet die mir das erzählte, 18 Bewohner erkrankten und einer Starb. Er war jedoch 101 Jahre alt und ich hege Zweifel, daß das wirklich der Virus war. Viele ungezählte alte Menschen sterben aus Einsamkeit, andere aus Zukunftsangst weil die Erwerbsquelle flöten ging.

Aber das alles sieht jeder anders und wurde schon 1000e male durchgekaut, wenn man etwas weiter schaut als die Nase lang ist, andere als die offiziellen Quellen betrachtet.

Wie weiter?
Keine Ahnung! Das nächste Jahr wird jedoch spannend und wird noch viiiiel stärker polarisieren.
Jeder muss und wird seinen Weg finden müssen, ob in vermeintlicher Sicherheit mit Impfung und Ganzkörperkondom, Abhörwanze in Form vom Smartphone und freiwilligem Offenbarungseid über Facebook etc.
Was geht noch? Ein Mittelweg mit dem man anderen möglichst wenig Stress macht wäre für mich denkbar, ohne Selbstaufgabe mit Impfung und sozialem Distanzing. Reisen- Fragezeichen. Das wird man kurzfristig planen müssen vermute ich.

 

Zurück im Jetzt wünsche ich allen frohe Weihnachten. Danke an alle die sich manchmal hierher verirrt haben und sogar etwas gelesen haben.
Für 2021 wünsche ich allen

EINE GUTE ZEIT UND GOTTES SEGEN

 

Das Lied zum Beitrag

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

dAS jAHR 2020 dER zWE!TE aKT

Es war am 29.7.2020 als ich wieder im Heimathafen einlief.
Nur, dort hielt es mich gar nicht so recht. Ich wollte segeln.

Varna See

So machte ich mich am nächsten Tag wieder auf den Weg, dermal Richtung Sozopol. Die einzige natürliche Bucht in Bulgarien, welche guten Schutz aus allen Richtungen bietet.
Sie ist mir gut bekannt, wie die Stadt und die Marina. Die allerdings sieht mich nicht mehr, fühlte ich mich doch vor 3 Jahren einiger maßen betrogen von Krasimir.
Um 1100 legte ich ab und wieder durch die Bucht, diesmal aber Richtung Süden. Der Wind war jetzt gar nicht auf meiner Seite, aber es war mir egal. Ich wollte einfach nur Segeln und kreuzte halt ein Bisschen auf. So kam ich auch langsam in die richtige Richtung. Allerdings schlief der Wind in der Nacht so um 2200 ganz ein, nach dem er mich zuvor schon nicht verwöhnte.
Also startete ich wieder den Motor und barg die Segel.
Es war schon hell wie ich bei Sv. Ivan, der kleinen vorgelagerten Insel ankam. Das war gut so, denn es hatte sich seit letztem Jahr was getan. Die Fischernetze wurden stark erweitert, und gehen nun geschätzt eine dreiviertel Meile in die Buch hinein. In der Dunkelheit wäre ich da rein gefahren vermute ich.
Um 0615 am Freitag rauschte der Anker in die Tiefe der sozopoler Bucht. Erst mal etwas gemützelt.

Sonnenaufgang bei Sozopol

Gegen Mittag startete ich das Dinghi und fuhr in den Hafen, machte zwischen Fischerbooten fest. Eine Runde gedreht, es hat sich nix geändert- fast nix. Ich fand eine neue, ganz moderne Bar neben dem Busbahnhof vor. Da genehmigte ich mir ein Bierchen weil die WIFI, hatten, und ich mein Datenvolumen schonen musste.
Diesen Tag hing ich etwas herum, baute den neuen Seilzugstarter vom Aussenborder ein weil die provisorische Reparatur wieder gebrochen war, kalibrierte mit dem Senklot mein Echolot mal neu.
Noch was essen gehen am Abend, einkaufen, und ab in die Koje.
Nächsten Tag das Frühstück, Morgenbad im Meer und dann das Schiff klar gemacht.
Sonntag am 1.8.2020 motorte ich zwischen Sv. Ivan und Sozopol Richtung äußere burgasser Bucht. Nach dem die Insel querab liegen blieb setzte ich die Segel. Die Windprognose war so, daß er gegen Nachmittag östlich drehen würde. Ich fuhr östlichen Kurs um dann mit zwei Wenden am Kap Emine vorbei zu kommen. Der Wind war gegenan mit 20 bis 25 KN und es baute sich die übliche Welle auf. Das Schiff lief wunderbar, allerdings musste ich dann doch ein Reff ins Groß einbinden weil der Ruderdruck schon sehr hoch war. Eigentlich wollte ich die neue Genua nicht reffen, aber nach dem die Fock noch in Reparatur war tat ich es doch. Noch eine Wende, und ich kam wie erhofft perfekt am Kap vorbei, um Richtung Varna zu segeln.
Vor Bjala wurde der Wind dann so wenig, dass ich den Motor startete.
In der Nacht kam ich zurück zur Hafeneinfahrt von Varna und ich überlegte kurz, ob bis zum Sonnenaufgang in der Marina gleich nach dem Wellenbrecher bleiben soll. Es war aber null Wind und so beschloss ich eben gleich in die Heimatmarina weiter zu ziehen.
Ich tat mich anfangs ehrlich schwer die Betonnung auszumachen, mit den vielen Lichtern überall, aber es war okay. Um 0050 hatte ich festgemacht und nach dem Manöverschluck trat ich die Nachtruhe an.
Somit war die Segelsaison beendet. Es war Montag der 2.8.2020, die nächsten Tage waren für die Einwinterung und Schiffsreinigung. Ich traf mich auch mit Rumen, einem befreundeten Bulgaren. Ich besprach mein Problem mit dem Kühschrank mit ihm. Der lief praktisch rund um die Uhr und zuzelte mir die Batterien fast leer. Er sprach mit einem Bekannten, welcher Kühlmaschinen reparierte. Dieser kam am nächsten Tag vorbei, und füllte etwas Kältemittel nach. Er kühlte nun wie er soll und schaltete ab, hoffentlich bleibt im diese Angewohnheit. Die Lecksuche mit dem Schnüffler erkannte keinen Gasverlust.
Am Mittwoch war Abfahrt, weil ich noch einen Zeitpolster wollte, falls es bei der Einreise irgendein Theater geben sollte.
Mit dem üblichen Segen zu Hause angekommen, blickte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.
Susi konnte wegen der Corona Plandemie nicht mit, das war seit dem Bootskauf der erste Urlaub alleine. Andererseits war ich froh wenigstens ein Bisschen segeln zu können.
Bulgarien hat es mir auch heuer wieder sehr angetan wegen der super netten Leute dort.
Ich wünsche allen eine gute Zeit und Gottes Segen.

Das Lied zum Beitrag

        Hinterlasse einen Kommentar

        Eingeordnet unter Bulgarien, Schwarzes Meer